Archiv für Masterarbeit

Update

Es ist mal Zeit für ein Update, zumindest ein kurzes.

Das Praktikantenleben ist in letzter Zeit beschäftigter geworden, mit der Ausnahme weniger Tage an denen die einzige Aufregung darin bestand, die tschechische Sprache misshandelnd Blumen kaufen zu gehen. Spätestens seit letzter Woche bin ich sehr froh, an der Uni Statistik I und II gemacht zu haben (völlig freiwillig versteht sich… nein, wirklich, ich habe mich auf diese Veranstaltungen gefreut! :P ).

Ich habe in letzter Zeit auch viele Besuchergruppen herumgeführt, erzähle die ganze Geschichte jetzt routinemäßig, aber kann das dazugehörige Video echt nicht mehr sehen. ;) Meine Mitpraktikantin und ich machen gerne Witze, dass wir in dem Film schon mitspielen könnten.

Bei der Masterarbeit bin ich nicht wirklich weitergekommen, werde aber mit ziemlicher Sicherheit das Menschenrechtsthema nehmen (was 100-prozentiger Sicherheit verhindert ist das potenzielle Dazwischenfunken der Uni bzw. eines Profs).

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Themenentscheidungen

Kommen wir mal wieder zur Masterarbeit. Ich bin zwar gerade sehr an dem Thema “Feindbilder” interessiert und habe in letzer Zeit ziemlich darauf gebrannt, etwas dazu zu schreiben, aber ich kämpfe schon mehrere Wochen mit der Fragestellung. Ich habe leider auch noch nie etwas theoretisch-fundiert in diesem Bereich gemacht, also zweifle ich mehr und mehr daran, eine MA-Arbeit darin zu schreiben.

Ich habe vor einiger Zeit ein Menschenrechte/Zivilgesellschaft-Thema als Projektvorschlag für einen Praktikumsplatz eingereicht, der auch angenommen wurde (also kann er so schlecht nicht sein?). Den Praktikumsplatz habe ich letztenendes nicht angenommen, da ich vorher die Zusage für das jetzige Praktikum bekommen habe. Den Projektvorschlag könnte ich ja trotzdem als Konzept für die MA-Arbeit verwenden.

Was dafür spricht:

  • ich habe bereits eine theoretische Fundierung (v.a. durch ein Seminar in Oslo)

  • ich habe eine Fragestellung

  • ich habe schon Ansätze, wo ich meine Daten herbekomme – etwas was für das potenzielle Feindbilderthema noch ungeklärt ist

Was dagegen spricht:

  • ist die Fragestellung genug für eine MA-Arbeit?

Ich muss mich immer wieder daran erinnern, dass ich mit der MA das Rad nicht neu erfinden muss, aber trotzdem habe ich oft Zweifel, ob meine Fragestellungen nicht zu simpel und nicht “originär” genug sind. Allerdings sollte ich die MA hier wirklich nicht mit den MA-Arbeiten, die die Studenten in Peace and Conflict Studies in Oslo schreiben, vergleichen. Die schreiben schließlich ein Jahr daran – wir drei Monate.

Zwischenresultat: Ich tendiere jetzt zum Menschenrechtsthema. Änderung meiner Meinung ist immer drin. Meine anderen Ideen kann ich ja für potenzielle spätere Arbeiten aufheben. :)

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Touristen, die Metro, tschechisches Essen und andere Sachen

Prag ist eine schöne Stadt, es gibt aber, wohl daraus resultierend, viel zu viele Touristen. Insbesondere das Stadtzentrum ist die ganze Woche voll (am Wochenende noch mehr). Touristengruppen quetschen sich durch die Gassen, die mit Souvenirläden, die alle das gleiche verkaufen, und überteuerten Gaststätten geplastert sind. Die Einheimischen meiden daher das Stadtzentrum, eine Mitpraktikantin ist vollends entnervt, und treibt auch mich an, schnell woanders hinzugehen, sollten wir auch etwas außerhalb des Zentrums auf eine Masse an Touristen treffen.

Auch in nicht-touristischen Bereichen kann es recht voll werden. Ich glaube, die Metro kann so manchen zum Misanthropen machen. Die Metro an sich läuft sehr gut, und transportiert jeden Tag jede Menge Leute ins Zentrum und heraus. In der Woche fährt jede Metrolinie alle 2 Minuten. Trotzdem sind die Wagen oft völlig überfüllt, und irgendwo sardinenmäßig eingequetscht zu sein, ohne irgendetwas zum Festhalten erreichen zu können (dank 1,58 m…), wobei man wegen der Sardinensituation zumindest in andere Leute fallen würde, kann nervig sein. Ich denke aber, es ist immer noch besser als sich in Prags Einbahnstraßensystem in den Stau zu stellen :P

Beim Praktikum habe ich inzwischen etwas mehr zu tun, zu einem großen Teil ist das aber anderen Abteilungen zu verdanken. Es macht ziemlich Spaß, Besuchergruppen (oft Schulklassen) herumzuführen, und ihnen über die Geschichte (insbesondere die Flüchtlingssituation von 1989) zu erzählen. Das Video kann ich aber inzwischen wirklich auswendig. ;)

Da ich an manchen Tagen wenig zu tun habe, bin ich mit der Recherche für die Masterarbeit weitergekommen und habe mich zumindest nun für einen Themenbereich entschieden. Eine Fragestellung fehlt aber immer noch.

Mittags gehen wir drei Praktikantinnen zusammen essen, meistens in die Mensa der Musikhochschule. Das tschechische Essen (knödel-, kartoffel- und fleischbasiert) scheint nicht sehr gesund zu sein. Besonders Gemüse ist nicht gerade beliebt, bei vielen Gerichten fehlt es ganz, und oft ist nur eine saure Gurke als Alibigemüse dabei (und Gurke ist nicht mal Gemüse, sondern Obst).

Gestern war ich auf der Prager Buchmesse, auf der es auch eine ganze Reihe internationaler Bücher gab, was gut ist, da ich zwar auf Arbeit oft tschechische Texte übersetzte, aber ein ganzes tschechisches Buch mich überfordern würde. Insgesamt war die Buchmesse aber recht klein, ich bin von der Leipziger total verwöhnt ;)

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Bald nach Prag

Ein Zimmer ist gefunden und ich habe mich über das U-Bahnsystem informiert. Da steht dem Aufbruch nach Prag am nächsten Samstag doch fast nichts mehr im Wege. :)

Für die nächsten Tage ist noch Packen angesagt, wobei ich auch entscheiden muss, wie viele Bücher ich tragen kann für die Recherche für die Masterarbeit mitnehmen möchte.

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