Archiv für Prag

Zurück nach Deutschland

Das Praktikum ist zu Ende, Tschechien zur sichtbaren Enttäuschung meines Mitbewohners bereits aus der EM, und morgen geht es für mich zurück nach Deutschland.

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Fußball

Nicht nur in Deutschland gibt es „Public Viewing“, also habe ich mir heute die Live-Übertragung des EM-Eröffnungsspiels Schweiz – Tschechien auf dem Wenzelsplatz in Prag nicht entgehen lassen. Es waren zwar einige Leute da, aber trotzdem war genug Platz, so dass man sich auf den Boden setzen konnte.

Das Spiel war eher bescheiden, aber es hat Spaß gemacht, die Leute beim Zuschauen zu beobachten. Tschechien hat 1:0 gewonnen, zur Freude der Prager Zuschauer.

Das Wetter hat noch bis zum Abpfiff ausgehalten, dann hat es angefangen zu schütten, leider bevor ich zu Hause war. Nun bin ich am Trocknen. :P

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Touristen, die Metro, tschechisches Essen und andere Sachen

Prag ist eine schöne Stadt, es gibt aber, wohl daraus resultierend, viel zu viele Touristen. Insbesondere das Stadtzentrum ist die ganze Woche voll (am Wochenende noch mehr). Touristengruppen quetschen sich durch die Gassen, die mit Souvenirläden, die alle das gleiche verkaufen, und überteuerten Gaststätten geplastert sind. Die Einheimischen meiden daher das Stadtzentrum, eine Mitpraktikantin ist vollends entnervt, und treibt auch mich an, schnell woanders hinzugehen, sollten wir auch etwas außerhalb des Zentrums auf eine Masse an Touristen treffen.

Auch in nicht-touristischen Bereichen kann es recht voll werden. Ich glaube, die Metro kann so manchen zum Misanthropen machen. Die Metro an sich läuft sehr gut, und transportiert jeden Tag jede Menge Leute ins Zentrum und heraus. In der Woche fährt jede Metrolinie alle 2 Minuten. Trotzdem sind die Wagen oft völlig überfüllt, und irgendwo sardinenmäßig eingequetscht zu sein, ohne irgendetwas zum Festhalten erreichen zu können (dank 1,58 m…), wobei man wegen der Sardinensituation zumindest in andere Leute fallen würde, kann nervig sein. Ich denke aber, es ist immer noch besser als sich in Prags Einbahnstraßensystem in den Stau zu stellen :P

Beim Praktikum habe ich inzwischen etwas mehr zu tun, zu einem großen Teil ist das aber anderen Abteilungen zu verdanken. Es macht ziemlich Spaß, Besuchergruppen (oft Schulklassen) herumzuführen, und ihnen über die Geschichte (insbesondere die Flüchtlingssituation von 1989) zu erzählen. Das Video kann ich aber inzwischen wirklich auswendig. ;)

Da ich an manchen Tagen wenig zu tun habe, bin ich mit der Recherche für die Masterarbeit weitergekommen und habe mich zumindest nun für einen Themenbereich entschieden. Eine Fragestellung fehlt aber immer noch.

Mittags gehen wir drei Praktikantinnen zusammen essen, meistens in die Mensa der Musikhochschule. Das tschechische Essen (knödel-, kartoffel- und fleischbasiert) scheint nicht sehr gesund zu sein. Besonders Gemüse ist nicht gerade beliebt, bei vielen Gerichten fehlt es ganz, und oft ist nur eine saure Gurke als Alibigemüse dabei (und Gurke ist nicht mal Gemüse, sondern Obst).

Gestern war ich auf der Prager Buchmesse, auf der es auch eine ganze Reihe internationaler Bücher gab, was gut ist, da ich zwar auf Arbeit oft tschechische Texte übersetzte, aber ein ganzes tschechisches Buch mich überfordern würde. Insgesamt war die Buchmesse aber recht klein, ich bin von der Leipziger total verwöhnt ;)

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Mehr vom Praktikum trotz nicht wirklich mehr Arbeit

Es ist eigentlich ziemlich lahm, dass ich es bisher nicht geschafft hatte, einen neuen Blogeintrag zu schreiben, insbesondere da ich beim Praktikum ganz und gar nicht ausgelastet bin.

Die letzte Woche habe ich noch mit der anderen Praktikantin kommunizierend verbracht, aber da sie jetzt nicht mehr da ist, fällt das auch weg. Montag und Dienstag bestanden daher unfreiwilligerweise mehr aus Zeitunglesen und Emailschreiben als aus Arbeit, bis ich schließlich sogar damit anfing, für meine Masterarbeit zu recherchieren.

Heute Morgen hatte das Ausmaß meiner Aufgaben schließlich den Nullpunkt erreicht, so dass ich aus Not in andere Abteilungen ging und nach Arbeit fragte, die ich von dort auch freigiebiger bekam, als von der Abteilung wo ich ja eigentlich arbeiten sollte.

Jetzt habe ich auch bemerkt, dass Tschechischkenntnisse doch nicht so schlecht sind, zum Beispiel wenn es darum geht, tschechische soziologische Studien zu lesen bzw. zu übersetzen… Das Wörterbuch ist ein guter Freund. :)

Zum Mittagessen gehen wir (d.h. drei Praktikantinnen) meistens in die Mensa der Musikhochschule, wo es günstiges und gutes Essen gibt. Die eigene Kantine bietet nämlich anscheinend im Wechsel Kutteln und Krauteintopf an… da muss man nicht unbedingt hin.

Eine nette Aufgabe, die wir dann doch haben, ist, Führungen für Uniseminare, Schulklassen u.ä. zu machen. Den Film, den wir zum Abschluss der Führung zeigen, kann ich vermutlich bald auswendig. ;)

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Zwei Tage Praktikum

Zwei Praktikumstage sind vorbei. Die Eindrücke sind sehr interessant, aber ich habe bisher sehr wenig bis gar nichts getan. Am ersten Tag habe ich (nach Vorstellungsrunde und Organisationskram) einige Sachen zum Lesen bekommen, die offenbar mehrere Tage vorhalten sollten (da man mich heute fragte, ob ich denn schon alles gelesen hätte), aber innerhalb weniger Stunden gelesen waren, und das trotz häufiger, durchaus positiver Ablenkung durch eine Mitpraktikantin. Mehr Arbeit folgt hoffentlich später.

Ich ernähre mich weiterhin größtenteils von (nun selbst gekochten) Obstknödeln (außer bei den gemeinsamen Mittagessen der Praktikantinnen… da gabs noch nie Obstknödel, sonst hätte ich die sicher auch genommen :) ). Da ich heute herausgefunden habe, was „Hartweizengrieß“ auf Tschechisch heißt, wird vielleicht auch das nächste Nudelgericht etwas besser als das letzte. :)

So besonders viel Tschechisch ist beim Praktikum nicht nötig, außer man möchte die Zeitung lesen (wofür ich leider noch viel Zeit habe), oder bei den Gesprächen der etwa 50 % tschechischen Mitarbeiter zuhören. Eine Voraussetzung ist es jedenfalls nicht, trotz gegenteiliger Angaben in den Praktikumsangeboten. Eine Mitpraktikantin spricht gar kein Tschechisch und alle anderen (inklusive mir) sprechen es nur begrenzt.

Vorsichtig sein sollte man mit Emails, nicht das dann irgendwelche Scherze zwischen Praktikanten irgendwo in Dublin landen. :)

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In Prag

Ich bin gestern in Prag angekommen und auch gleich in der WG, in der ich nun wohne, sehr nett aufgenommen wurden. Ich habe zwei tschechische Mitbewohner.

Gestern nachmittag und heute war ich touristisch, inklusive des In-Touristen-Fallen-fallen, so dass die Obstknödel mit Käse deutlich mehr kosteten als gedacht, aber man lernt ja nie aus.

Ich bin mit der Metro ins Zentrum gefahren. Die Fahrpreise liegen bei einem Drittel des Osloer Niveaus, die Miete dagegen ist mitteleuropäischer Standard.

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Bald nach Prag

Ein Zimmer ist gefunden und ich habe mich über das U-Bahnsystem informiert. Da steht dem Aufbruch nach Prag am nächsten Samstag doch fast nichts mehr im Wege. :)

Für die nächsten Tage ist noch Packen angesagt, wobei ich auch entscheiden muss, wie viele Bücher ich tragen kann für die Recherche für die Masterarbeit mitnehmen möchte.

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